Klima
Die nahe liegenden Erhebungen der Insel Elba halten die atlantischen Störungen auf, es gibt daher wenig Niederschlag, während die herzlich willkommen Sonne bereits im Frühsommer 11 Stunden am Tag vom Himmel strahlt.Die üppige mediterrane Macchia garantiert jedoch auch in den heißen Mittagsstunden erfrischende Kühle. Die Seekiefern sind natürliche Sonnenschirme, die auch der Hitze wahrer Hundstage standhalten.
Vegetation
Neben der stolzen mediterranen Macchia schmückt sich die Farbpalette der Maremma mit den roten Beeren der wilden Heckenrose und der Johannisbeere, mit dem leuchtenden Gold der Rapsblüten und Sonnenblumen und mit Tamarisken, Winden und duftenden Narzissen.
Es geschieht häufig, dass man bei langen Spaziergängen auf duftige Wolken violetter Bougainvilleen stößt, die selbst der größten Sommerhitze trotzen. Die bewaldeten Hügel sind reich an Pilzen und aromatischen Kräutern, die bereits von den Etruskern verwendet wurden, die das Fleisch mit Senf, Essig, Fenchelsamen und Minze würzten.
Die weiten, vom Südwestwind Libeccio umfächelten Ebenen haben weltberühmte Vertreter der figurativen Malerei wie Fattori, Modigliani und die Macchiaioli inspiriert.
Kunst
Der außergewöhnliche archäologische Reichtum dieses Gebiets und die Kunstwerke der Architekten, Maler und Bildhauer sind dem Amt für Denkmalschutz in der Toskana anvertraut, das die ganzjährige Öffnung der Museen von Livorno, Fiesole, Volterra, Firenze und Grosseto gewährleistet.
Die Maremma ist aber auch ein richtiges Freiluftmuseum: der Parco Archeominerario di San Silvestro (Mineralpark) in Campiglia Marittima und der archäologische Park von Baratti und Populonia sind nur einige Beispiele dafür. Auch bei Wanderungen und Ausflügen stößt man immer wieder auf Kunst. Herrlich die mittelalterlichen Dörfer, die sich auf grünen Anhöhen verschanzen, und in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Im Wald versteckt liegen die Gräber der Sarazenen und prachtvolle etruskische Grabdenkmäler, die direkt in den Fels gehauen und in ihrer Originalform konserviert wurden.
Die Maremma vereint in ihrem geografischen Umfeld Kunst- und Naturschätze und erstreckt sich entlang des tyrrhenischen Meeres, das von der Europäischen Union aufgrund seiner Wasserqualität und der besonderen Gastfreundschaft mit den meisten „blauen Flaggen“ ausgezeichnet wurde.
Hier stand einst die Wiege der alten Etrusker, die Römer machten das Gebiet durch den Bau der Via Cassia befahrbar. Die reichen Kaufleute des Mittelalters errichteten prunkvolle Rathäuser und bühnenreife Plätze, die bäuerliche Ansiedlungen in Städte verwandelten: der Palazzo dei Priori in Bolgheri ist eines der ältesten öffentlichen Gebäude der Toskana. Auch der Klerus hat durch den Bau von Bischofspalästen von außerordentlicher Schönheit (zum Beispiel dem Palazzo Piccolomini in Pienza) zur Aufwertung der Maremma beigetragen.
In jeder Epoche verschönte, bebaute und bewohnte der Mensch dieses Gebiet und verband so auf rücksichtsvolle Weise städtebauliche Innovationen und die traditionelle Einheit aus Kunst und Natur.
Für Dante lag die Maremma zwischen Cecina (Toskana) und Corneto (Latium). Noch heute sind die Grenzen schwer festzulegen, aber laut Abkommen umfasst die nördliche Maremma die Provinz Livorno (die von den Medici im 16. Jahrhundert als Modell einer idealen Stadt angelegt wurde), die Hügellandschaften der Provinz Pisa, das Cecina-Tal, das Cornia-Tal und teilweise auch die Colline Metallifere (Erzhügel), deren Eisenerzvorkommen bereits von den Etruskern abgebaut und exportiert wurde.
Zu den wichtigsten besuchenswerten Orten der Maremma zählen: Cecina, Bolgheri, Castagneto Carducci, Campiglia Marittima, Suvereto, Populonia und Piombino. Diese zauberhaften mittelalterlichen Ortschaften verbergen Geheimnisse und Schätze, die bis in die Frühgeschichte zurückreichen.